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quarta-feira, 5 de janeiro de 2011

Der Aufstieg des netten amerikanischen Riesen

Dilma Rousseff übernahm als Brasiliens erste Präsidentin ein Land auf der Erfolgswelle. Schon jetzt ist es eine wirtschaftliche Supermacht – aber es gibt Fußangeln.

Stefan Zweig, der österreichische Schriftsteller, der sich 1942 im Exil in Brasilien das Leben genommen hat, hat ihn geprägt, den Satz „Brasilien. Ein Land der Zukunft“. Er war Titel eines Buches, der Zweig in der exotischen, schwül-romantischen Atmosphäre Brasiliens, das so abseits des damaligen Weltenbrandes lag und damit nichts zu tun haben schien, wohl zugeflogen war. „Heller scheint dem Gast hier das Leben mit der helleren Sonne“, schrieb Zweig, und ja, aus diesem wunderschönen Land mit seiner entspannten Atmosphäre könne einmal etwas Großes werden.

Wie bei einer Zukunftsvision nicht unerwartet, hat es dann doch länger gedauert, bis sie sich in der Realität eingestellt hat: Über Jahrzehnte dümpelte Brasilien dahin, gebeutelt von Wirtschaftskrisen und Militärregimes. Doch als Dilma Rousseff, Ex-Energieministerin und Stabschefin des abgetretenen linken Staatschefs Lula da Silva, nun zu Jahresbeginn als erste Frau in den Präsidentenpalast eingezogen ist, da hat sie tatsächlich nicht nur ein Land übernommen, das dabei ist, ein Riese auf der Weltbühne zu werden, sondern das bereits einer ist.

Seit Jahren surft die 190-Millionen-Nation, die flächenmäßig das Gros Südamerikas abdeckt, auf einer für europäische und US-Verhältnisse märchenhaften sozioökonomischen Erfolgswelle. 2010 lag etwa das Wirtschaftswachstum bei rund neun Prozent, die Einkommen steigen, Konzerne wie der Ölmulti Petrobras oder der Flugzeugbauer Embraer werden global immer mächtiger.

Und dank riesiger Sozialprogramme, etwa der Koppelung von Familienbeihilfe an den Schulbesuch von Kindern, konnten im vorigen Jahrzehnt mehr als 20 Millionen Menschen aus der Armut zumindest ins untere Stockwerk der Mittelschicht geholt werden. Man verglich die Programme mit dem „New Deal“ in den USA der 1930er-Jahre, und Lula darob mit Franklin D. Roosevelt. Freilich sei gesagt, dass nicht Lula die Basis für den Brasil-Boom schuf, sondern sein Vorgänger, der konservativ-zentristische Fernando Cardoso. Viele hängten ihm das Etikett „spröde“ an, aber es war er, der in den 1990ern den Haushalt sanierte, die Hyperinflation stoppte und die Konzepte für die Sozialprogramme schuf, die Lula wie Orden an die Brust geheftet werden.

Rousseff kann nicht darauf vertrauen, dass der Aufschwung anhält, er ist von strukturellen Problemen durchzogen. So gründet er wesentlich auf dem Rohstoffhunger Chinas, das Brasilien jede Tonne Öl, Eisen oder Kupfer entreißt. Dagegen hinken Innovation und Technologie nach, 2009 lag das Verhältnis der Exporte von Rohstoffen zu Fertigwaren auf dem höchsten Stand seit 1978.

Der Wirtschaftsaufschwung wurde auch durch steigende Staatsausgaben angetrieben, und bei Infrastruktur, Bildung und Abschlankung der Verwaltung ist viel zu tun. Trotzdem: Welches Land hätte nicht gern Schlagzeilen wie „Brasilien gehen die Arbeitskräfte aus“; die Arbeitslosigkeit ist nämlich so gesunken (auf 5,7Prozent), dass die Wirtschaft zu wenig qualifizierte Kräfte findet.

Auch außenpolitisch trägt der Riese, der bald eine der Top-5-Wirtschaftsmächte ist, sein Haupt aufrecht. Das zeigte sich im Gegenkurs zu den USA beim Streit um Irans Atomprogramm. Die Lust auf einen Dauersitz im UN-Sicherheitsrat besteht weiter, auch militärisch wächst man: Zuletzt stieg die Stärke der Truppen von 290.000 auf 360.000 Mann, es gibt ein Flottenbauprogramm samt Kauf weiterer U-Boote, Fregatten und Flugzeugträger und dem Bau eines Atom-U-Bootes. Frankreich liefert „Rafale“-Kampfjets, aus Deutschland sollen „Leopard II“-Panzer kommen.

Mancher fragt sich, wofür Brasilien, das an sich keine Feinde und Konfliktzonen hat, solche Waffen braucht. Allerdings ist das Militär mit Infanterie, Tanks und Helikoptern verstärkt im Kampf gegen Drogenbanden aktiv, und zu einer Macht, die ernst genommen werden will, gehören anständige Streitkräfte mit Fähigkeit zur Projektion militärischer Macht – das weiß auch Brasilien. Freilich wirkt das schwül-romantische Land mit seinen portugiesischen Wurzeln sympathischer als die USA, die bröckelnde Hypermacht, die krampfhaft oben bleiben will, oder das schwer berechenbare, maskenhafte China. Und so hat Brasilien die Chance, zum netten amerikanischen Riesen zu werden.

Fonte: WOLFGANG GREBER (Die Presse)
http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/622386/Der-Aufstieg-des-netten-amerikanischen-Riesen?direct=622351&_vl_backlink=/home/politik/index.do&selChannel=103

Dilma Rousseff als Präsidentin vereidigt

Als neue Präsidentin Brasiliens ist Dilma Rousseff am Samstag vereidigt worden. Roussef legte im Kongress in Brasília gemeinsam mit Vizepräsident Michel Temer den Amtseid auf die Verfassung ab. Rousseff ist die erste Präsidentin Brasiliens und Nachfolgerin von Lula da Silva, der nach acht Jahren aus dem Amt schied.





Dilma Roussef nach der Abgabe ihrer Stimme bei der Präsidentenwahl im Oktober 2010.In Brasilien ist Dilma Rousseff als erste Präsidentin des Landes vereidigt worden. Die 63-jährige Politikerin der brasilianischen Arbeiterpartei (PT) trat am Samstag die Nachfolge von Luis Inßcio Lula da Silva an. Der Brasilianer scheidet als beliebtester Präsident in der Geschichte des Landes aus dem Amt. Rousseff war seine Wunschkandidatin für die Nachfolge im Präsidentenamt.

Rousseff ist die erste Präsidentin in der Geschichte des größten lateinamerikanischen Staates. Im Präsidentschaftswahlkampf hatte sie mit dem Versprechen geworben, die Politik Lula da Silvas fortsetzen zu wollen. Rousseff fehlt zwar das Charisma und die Volkstümlichkeit ihres Vorgängers, doch sie gilt als gradlinige, kompetente und unbestechliche Technokratin.

„Eiserne Lady“

Rousseff übernimmt von ihrem Vorgänger ein aufstrebendes Land. 2014 richtet Brasilien die Fußball-Weltmeisterschaft aus, 2016 die Olympischen Sommerspiele. Bis dahin wird es voraussichtlich die fünftgrößte Wirtschaftsnation sein. Erst kürzlich wurden vor der Küste große Erdölvorkommen entdeckt. Dass Rousseff über die nötigen Managementfähigkeiten verfügt, bezweifelt niemand.

Als Stabschefin leitete und koordinierte sie seit 2005 die Regierungsarbeit der 38 Ministerien und stieg zur einflussreichsten Vertrauten Lulas auf. Dass sie auch hart gegenüber sich selbst sein kann, zeigte sie in ihrem Kampf gegen den Lymphdrüsenkrebs. Ihr Ruf als fordernde und fähige Macherin hat ihr den Spitznamen „Eiserne Lady“ eingebracht.

In Brasilien steht erstmals eine Frau an der Spitze des Staates

Die 63-jährige Dilma Rousseff hat am Samstag in der Hauptstadt Brasilia ihren Amtseid als Präsidentin abgelegt. In ihrer Antrittsrede kündigte sie eine Reform des Steuersystems und die weitere Bekämpfung der Armut an. Auch die Sicherung der Preisstabilität sei ein Schwerpunkt ihrer künftigen Regierungsarbeit. Zugleich würdigte sie ihren Vorgänger und Mentor Luiz Inacio Lula da Silva: "Viele Dinge haben sich in Brasilien verbessert, aber dies ist erst der Beginn einer neuen Ära."

Mit der Wahl der ehemaligen Widerstandskämpferin können die Brasilianer auf Kontinuität setzen, denn Rousseff war Mitglied im Regierungsteam Lulas und will dessen Kurs fortsetzen. Der populäre Lula durfte nach acht Jahren an der Spitze der größten lateinamerikanischen Volkswirtschaft nicht mehr antreten. Doch Rousseff stellte in Aussicht, dass der Ex-Präsident künftig eine wichtige Berater-Rolle einnehmen wird: "Lula wird bei uns bleiben." Rousseff will insbesondere die Sozialpolitik ihres Vorgängers fortsetzen, mit deren Hilfe Millionen Brasilianer aus der Armut fanden.

Brasilien hat unter Lula einen starken Aufschwung erlebt, die Wirtschaft dürfte 2010 um mehr als sieben Prozent gewachsen sein. Vielen Familien gelang der Aufstieg in die Mittelschicht, die dank ihres frisch erworbenen Wohlstands nun Konsum und Industrie befeuert. Zugleich hat sich die Republik neben China und Indien als eines der wichtigsten Schwellenländer etabliert und nimmt großen Einfluss auf die Entscheidungen der mächtigen G20-Gruppe. Doch die boomende Volkswirtschaft kämpft mit einer überbewerteten Währung, ausufernden Staatsausgaben, einer veralteten Infrastruktur sowie einem übermäßigen Beamtenapparat.

Kurz nach ihrer Wahl Ende Oktober hatte Rousseff bereits Reformen des Steuersystems sowie der Verwaltung angekündigt und zugleich versprochen, das Land auf Wachstumskurs zu halten. Bis Lula sie zur Spitzenkandidatin machte, war die frühere Energieministerin nur wenig bekannt. Rousseff profilierte sich aber als Vertreterin eines pragmatischen Linkskurses, der eine investorenfreundliche Wirtschaftspolitik mit umfassenden Sozial- und Infrastrukturprogrammen verbindet. Rousseff kämpfte gegen die von 1964 bis 1985 regierende Militärjunta und wurde während einer dreijährigen Gefangenschaft gefoltert. Einige ihrer Mithäftlinge waren bei ihrer Vereidigung anwesend.

Unter ihren 37 Ministern sind künftig neun Frauen - ein Rekord für Brasilien. Vor der Fußballweltmeisterschaft 2014 und den Olympischen Sommerspielen 2016 stehen Milliardeninvestitionen an. Als "Reisepass für die Zukunft" bezeichnete Rousseff in ihrer ersten Rede, die gigantischen Ölvorkommen vor Brasilien, die allerdings tief unter dem Meeresboden liegen.

Fonte: http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE70102H20110102

terça-feira, 4 de janeiro de 2011

Popularidade de Lula é recorde mundial, diz CNT/Sensus

A popularidade do presidente Luiz Inácio Lula da Silva, que encerra oito anos de governo com 87% de aprovação, é a maior do mundo, afirmou nesta quarta-feira (29) o presidente da Confederação Nacional do Transporte (CNT), Clésio Andrade.

Segundo Andrade, Lula está à frente da ex-presidente chilena Michelle Bachelet, que tinha 84% de aprovação quando deixou o governo, e do ex-mandatário uruguaio Tabaré Vázquez, que teve 80% ao final do mandato.

O presidente da CNT também comparou o desempenho de Lula com líderes mundiais históricos, entre os quais o primeiro presidente negro da África do Sul, Nelson Mandela (82% de aprovação), o ex-presidente dos EUA, Franklin Delano Roosevelt (66%), e o general francês Charles De Gaulle (55%).

Andrade não especificou a fonte dos dados mundiais divulgados por ele nem se a metodologia dos outros países é comparável à da CNT/Sensus.

Fernando Henrique Cardoso (PSDB), antecessor de Lula, tinha 26% de aprovação após dois mandatos, segundo levantamento da CNT/Sensus de 2001.
Levantamento

A avaliação da popularidade de Lula divulgada hoje é resultado da 110ª edição da pesquisa CNT/Sensus, para a qual foram entrevistadas duas mil pessoas, em 136 municípios de 24 estados, entre os dias 23 e 27 de dezembro de 2010. A margem de erro é de 2,2 pontos percentuais para mais ou para menos.

Segundo o levantamento, a aprovação do desempenho pessoal do presidente está em 87%, contra 80,7% da pesquisa anterior. Cerca de 10,7% dos entrevistados desaprovam o presidente e 2,4% não responderam.

A pesquisa da CNT/Sensus traz também a opinião dos entrevistados em relação à situação de emprego, renda mensal, saúde, educação e segurança pública nos últimos seis meses e as expectativas a respeito dos mesmos temas para o próximo semestre.



Fonte: Camila Campanerut (UOL Notícias)
http://noticias.uol.com.br/politica/2010/12/29/popularidade-de-lula-e-recorde-mundial-diz-cntsensus.jhtm

segunda-feira, 3 de janeiro de 2011

Busca e afirmação da identidade literária do Brasil

Discurso do Presidente da União Brasileira de Escritores

Joaquim Maria Botelho

Frankfurt, 04 de outubro de 2010


"O LAÇO E O ABRAÇO - Mário Quintana

Eu nunca tinha reparado como é curioso um laço...
Uma fita dando voltas.
Enrosca-se, mas não se embola, vira, revira, circula e
pronto: está dado o laço.
É assim que é o abraço: coração com coração, tudo
cercado de braço.
E quando puxo uma ponta, o que é que acontece?
Vai escorregando...
Devagarzinho, desmancha, desfaz o abraço.
E saem as duas partes, iguais meus pedaços de fita, sem
perder nenhum pedaço.
Então o amor e a amizade são isso..

Não prendem, não escravizam, não apertam, não sufocam.
Porque quando vira nó, já deixou de ser um laço!



Comecei com este exemplo, do gaúcho Mário Quintana, para mostrar que a literatura brasileira, desde os seus primórdios, foi feita para ser ouvida – e não para ser lida. Fenômeno mundial, na verdade, desde Homero, porque o fonema precede a sílaba, na definição singela do meu amigo Levi Ferrari.

Além disso, nos primeiros séculos da colonização brasileira, o povo analfabeto conhecia literatura apenas pelos sermões. Mesmo os livros que vieram depois tinham o caráter de textos que um narrador lia em voz alta nos serões familiares.

Antonio Candido, no livro Literatura e Sociedade, atribuiu a Machado de Assis a virtude de ter sido um dos primeiros brasileiros a escrever para ser lido.

Antes de prosseguir, quero agradecer, em nome da União Brasileira de Escritores, a oportunidade da minha presença aqui, para divulgar a literatura brasileira e o pensamento que norteia a nossa produção literária. Em especial ao nobre embaixador Cezar Amaral e ao vice-cônsul Danilo Zimbres. Quero cumprimentar o meu confrade e amigo Levi Bucalem Ferrari e o senhor Alexander Pfeiffer, do Verband Deutscher Schriftsteller.

Mas eu falava de Machado de Assis. Ele escreveu um artigo chamado Instinto de nacionalidade em 1873. Artigo publicado no jornal Novo Mundo – não por acaso editado em Nova York, o que dá uma idéia da carência de veículos para autores brasileiros, à época – aliás, o que não difere muito da realidade do Brasil de hoje.

Em síntese, eis o que ele diz: o que caracteriza o traço de nacionalidade de uma literatura é a observação profunda da paixão e do caráter, num esforço mais denso do que a descrição de base realista, e a busca do universal, sem perder de vista aspectos como a cor local, os costumes nativos, as belezas naturais, os tipos brasileiros e o ambiente nacional. Mas sem, a cada um deles, se prender como atributo único e definitivo. Com esse “instinto de nacionalidade”, acalentava o desejo de criar uma literatura independente que forme o público.

90 anos depois, Antonio Candido retomaria a discussão, no livro “Literatura e Sociedade”, desfazendo o mito de que a obra literária possa existir desligada do seu contexto histórico-social. Recomenda que o escritor precisa estar atento para compreender as correntes, períodos e constantes estéticas. Traz à luz o papel do público, mediador entre o autor e a obra. E assevera que escrever é propiciar a manifestação alheia, em que a nossa imagem se revela a nós mesmos. O que remete a Sartre e à idéia do pacto com o leitor. Vamos lembrar que Sartre dizia que o inferno são os outros.

Neste ponto, Antonio Candido se aproxima da análise de Georg Lukács sobre o romance como gênero literário inerente à sociedade capitalista. Lukács escreveu o livro “Romance Histórico” em 1936.

O diálogo com o tempo histórico é uma tensão que se concretiza na relação entre escritor e público (aliás, o grande projeto do Romantismo era exatamente a reconstrução do passado, de acordo com Bakhtin, em sua Estética da Criação Verbal). Não existe obra literária sem o público que a aplauda, que a negue ou que a ela seja indiferente. A literatura, afirma Antonio Candido, é um sistema vivo de obras, um circuito formado pelo conjunto obra/público/autor, e que evoluiu, no século XX, para a tríade público + papel social do escritor + nacionalismo. Coisa que Machado de Assis também já antecipava em seu artigo.

Portanto, nativismo e civismo foram grandes pretextos para a justificação da atividade criadora, tendo resultado no Romantismo brasileiro.

Essa reflexão foi retomada contemporaneamente pelos estudiosos Roberto Schwarz e Carlos Nelson Coutinho, sobre a democracia e sobre as bases da literatura “nacional-popular”. Que é a decisão de agregar, à obra literária, os costumes, o folclore, as ideias e valores, enfim os elementos típicos de um povo, ou melhor ainda, dos povos.

Os escritores dos séculos XVIII e XIX trabalhavam para uma elite e, por isso, eram dependentes da ideologia dominante. Simplesmente porque o público em geral não comprava livros, e não era dado ao escritor viver da venda dos livros publicados. D. Pedro II deu grande apoio aos escritores, nessa época, por meio da prebenda e do favor imperial. A iniciativa, embora possa ser vista hoje como uma evidência do preparo e da boa-vontade intelectual do imperador, deveu-se principalmente ao fato de que interessava à casa real que o Brasil obtivesse, ao lado da independência política de Portugal, também a sua independência literária. Mas o favor imperial vinculou o escritor à administração, à burocracia e à política, e essa relação escritor/público, intermediada pelo Estado, tolheu de certa maneira a autenticidade e a qualidade das produções da época. Em uma entrevista publicada na coleção Cadernos de Debate, Carlos Nelson Coutinho se remete ao século XIX para analisar a gênese econômica da nossa história. Comenta, na cultura brasileira, evidências da “teoria do favor” de Roberto Schwarz, e o que Thomas Mann chamou de “intimismo à sombra do poder”.

Hoje ainda se mantém um pouco disso, no Brasil, haja vista a quantidade de publicações que procuram financiamento público, seja pela Imprensa Oficial do Estado, seja pelas secretarias de cultura e outros órgãos oficiais de financiamento, e pelas leis de incentivo. Ninguém se opõe a isso, porque o papel do governo é, também, o de fomentar a cultura.

O que não se pode é delegar às empresas, que escolhem a quem doar a verba contemplada pelas leis de incentivo, o papel de definir a política cultural de um país.

E mais: os autores não podem ficar sujeitos apenas às opiniões subjetivas dos críticos de literatura, a maioria deles comprometida com elementos do poder. É o que eu defendo no meu livro “Imprensa, poder e crítica”.

O que se deve fazer é encontrar fórmulas de financiamento subsidiado para autores – sob critérios rigorosos, evidentemente – a exemplo do que existe para editoras.

Apenas no início do século XX começaria a ocorrer a profissionalização do escritor, graças ao surgimento de outras elites que não a agrária, o que promoveu o surgimento da vanguarda literária. Isto porque a pobreza cultural das pequenas elites nunca permitiu a formação de uma literatura complexa, de qualidade rara, salvo poucas exceções.

Uma dessas exceções, em minha opinião, foi Euclides da Cunha. Jornalista, escreveu a melhor reportagem produzida em língua portuguesa: OS SERTÕES. Mas o livro foi mais do que uma série de reportagens. Foi um projeto estético, de cunho positivista, científico, mas pejado de análise e de crítica. A própria linguagem, escorreita e exuberante, era uma espécie de contestação ao gosto literário da época. Mas nem os seus críticos entenderam a lição. Penso que o resgate que Euclides da Cunha fez do sertanejo, que o europeizado Brasil litorâneo não conhecia, foi um dos grandes impulsos para a criação do movimento modernista de 1922.

Foi na época de Euclides da Cunha que surgiu no Brasil a moderna “estética”, ou a filosofia da arte, baseada nas obras de Kant, Hegel e Schiller, entre outros. Por esse tempo a literatura havia deixado de ter qualquer função óbvia, já que o escritor não era um trabalhador a soldo da corte, da igreja ou de um mecenas da literatura. E, se a função não era óbvia, certamente era uma função simbólica. A partir dessa ilação, para o romantismo, o símbolo tornara-se a panacéia de todos os problemas.

Machado de Assis e também Euclides da Cunha pensavam a literatura como instrumento para a formação de leitores. Para isso, contavam com os jornais como veículos da literatura. Autores famosos publicavam seus livros em fascículos semanais.

Com a industrialização do país, a escola passou a ser até uma necessidade de mercado. Com isso, mais gente foi alfabetizada e mais gente passou a ler. Isso atraiu editoras estrangeiras para o Brasil. E a publicação da literatura, em jornais, foi diminuindo.

Mas, até a década de 1940 persistiam nos jornais, pelo menos, as colunas de crítica literária. Antonio Candido, Álvaro Lins, Nelson Werneck Sodré, Nelly Novaes Coelho tratavam de literatura, numa grande fraternidade entre o escritor e o jornalista. Na verdade, como eu já disse, escritor e jornalista são variantes do mesmo talento e da mesma vocação.

Brevemente, vou perguntar - e eu mesmo respondo – qual é o papel da literatura. Não é um só. São vários.

A literatura tem um papel para a HISTÓRIA.
Por exemplo na formação das línguas e dos povos – este é o grande valor de Camões, com seus Lusíadas. Foi o primeiro livro escrito em português, como língua consolidada, e a partir desse livro a língua portuguesa ganhou consistência e identidade.

A literatura tem um papel para as RELAÇÕES HUMANAS. Assim foi com o projeto do romantismo francês: Renan Chateaubriand, com suas Memoires d’outre tombe (Memórias do além-túmulo), e o próprio Victor Hugo, com os Miseráveis.
Também nas relações humanas é de se notar a contribuição, para a literatura, do jornalismo e de suas premissas – a construção do futuro

O papel da literatura para a IDEOLOGIA é mais evidente, por exemplo na leitura para formação de seguidores. No Brasil, Oliveira Vianna, Plínio Salgado e muitos outros, em sua época, fizeram pregação racista e a favor de um estado autoritário.

O papel da literatura para a SOCIOLOGIA está na leitura para formação da nacionalidade. Acabamos de ver dois exemplos exuberantes: Machado de Assis e Antonio Candido. Mas a identidade nacional também foi o foco de autores como Gabriel Garcia Márquez, em Cem anos de solidão, e José Saramago, em Jangada de Pedra.
Não podemos deixar de mencionar, aqui, três outros romances históricos fundamentais para as Américas, na mesma época: Yo el Supremo, de Augusto Roa Bastos, em 1974, Terra Nostra, do mexicano Carlos Fuentes, em 1975, e A harpa e a sombra, do cubano Alejo Carpentier, em 1979.

E, afinal, a literatura tem o papel de propiciar o autoconhecimento, a oportunidade que o autor tem de dar um testemunho de si mesmo. Um ponto de vista individual que alcança a universalidade. Um exercício que nos revela.

E qual o PAPEL SOCIAL DO ESCRITOR?

É um papel que começa em casa, ao contar histórias para as crianças e aproximá-las do livro. Como diz o meu amigo Moacir Scliar, o livro, manuseado pela criança desde pequena, cria o símbolo associativo com a figura protetiva do pai e da mãe. O livro passa a ser amigo. E a leitura a manifestação da amizade e do acolhimento.

O que mais se espera do escritor?

Que ajude a formar bibliotecas
Que promova a interação com o livro, nas escolas
Que esteja presente junto ao seu público
Que faça, afinal, a interdisciplinaridade da literatura com as artes – o cinema, a pintura, a arquitetura etc.

PAPEL POLÍTICO DO ESCRITOR

Discutir as questões do direito autoral (escritor, tradutor, ilustrador, editoras e governo)
Denunciar (Jorge Amado, José Lins do Rego, Graciliano Ramos, Rubem Fonseca)
Registrar sociologicamente a realidade

Vamos refletir um pouco, agora, sobre A IDENTIDADE LITERÁRIA DO BRASIL

O Brasil teve alguns projetos para a sua literatura

- O primeiro e mais marcante, foi o indigenismo e o nacionalismo de José de Alencar e de Gonçalves Dias

- Depois veio, no rastro europeu de Eça de Queiroz, o regionalismo de Visconde de Taunay (com o livro Inocência) e o realismo de Aloísio de Azevedo (O Cortiço),

- No final do século XIX, Euclides da Cunha apresentou um projeto científico, positivista, e ao mesmo tempo um projeto estético, com Os Sertões. Foi o primeiro autor a falar do brasileiro, o povo dos sertões, sem se confinar às favelas do Rio de Janeiro, por exemplo.

- Não podemos nos esquecer da importância dos primeiros historiadores da literatura brasileiro, com seus debates e polêmicas públicas: José Veríssimo e Sílvio Romero.

- A Semana de Arte Moderna trouxe o inconformismo e a novidade: o antropofagismo, a iconoclastia, a forma livre e libertária.

- Monteiro Lobato tinha um projeto para o Brasil. Um projeto literário e político, com traços do nacionalismo gerado na Semana de Arte Moderna e que melhorava o conceito indigenista e nativista lançado décadas antes por José de Alencar. Criou personagens brasileiros da silva. Negros (como a Tia Nastácia e o velho Barnabé), animais (como o porco Rabicó e o burro falante), imigrantes (seu Elias da venda), tudo revestido da fantasia infantil mas inserido num contexto conjuntural do Brasil da época. Na literatura, especificamente na infantil, Lobato falava pela boca da impertinente boneca Emília (o seu alter-ego), cutucando os poderosos. Nesse projeto literário, tornou Emília uma espécie de Tom Sawyer tupiniquim, apostando na formação do público leitor.

- o regionalismo da geração de 45 (Valdomiro Silveira, primeiro, depois Bernardo Ellis, Amadeu de Queiroz, José Lins do Rego, Jorge Amado, J. Simões Lopes Neto, Graciliano Ramos)

- o romance metalinguístico de Guimarães Rosa não foi um projeto literário, mas representou uma tendência.

- o romance histórico - Érico Veríssimo, com o Tempo e o Vento; Rachel de Queiroz com O Quinze e Memorial de Maria Moura
- o realismo fantástico de Murilo Rubião – vários dos seus livros, aliás, foram traduzidos para o alemão, como o “O Pirotécnico Zacarias” e “A Casa do Girassol Vermelho”. E o realismo fantástico de J. J. Veiga, como Os Cavalinhos de Platiplanto, em 1959,A hora dos Ruminantes, em 1966.
- o romance sinfônico de Autran Dourado, por exemplo em “A Barca dos Homens”, numa correlação com Cem Anos de Solidão, de Gabriel García Márquez.

- a retomada do romance histórico nos anos 70 (quando passou a ser chamado de romance histórico-social), constituiu uma nova leitura da nossa identidade sociológica (Antonio Candido, Darcy Ribeiro), na onda europeia de Memórias de Adriano, de Marguerite Yourcenar, por exemplo. Para citar apenas três produções dessa época: Márcio Souza, com o carnavalizante Galvez, o imperador do Acre (de 1975), Deonísio da Silva com A cidade dos padres (1986), e Rubem Fonseca com Agosto (1990).

O que faz o romance histórico?

Recria a história oficial do Brasil pelo viés da ficção. Em duas vertentes: às vezes atualizando acontecimentos com novas informações, às vezes revisando informações.
Muitos autores, escrevendo sob regimes ditatoriais, tiveram que lançar mão de artifícios de narrativa. E aí exploraram exatamente a dialogia de Bakthin – entre a linguagem explícita e a implícita, são duas histórias sobrepostas.

No Brasil, logo depois dos anos 70, apareceram numerosos romances voltados para a recuperação e a escrita da história nacional.

o Autores contemporâneos e os romances históricos em voga no Brasil:

Laurindo Leal (1808)
Jorge Caldeira (Mauá, um magnata do império)
Fernando de Morais (Olga Benário)
Moacir Scliar (A estranha nação de Rafael Mendes)
Rubem Fonseca (Agosto)
Luiz Ruffato (Mamma son tanto felice)
Ana Miranda (Boca do Inferno)
Silviano Santiago (Em liberdade, 1981, tendo Graciliano Ramos como personagem que fala de si em um diário)
Zélia Gattai, com Anarquistas, graças a Deus
Luiz Antonio de Assis Brasil (Cães da Província)
José Roberto Torero (com o título garboso de Galantes memórias e admiráveis aventuras do virtuoso Conselheiro Gomes, o Chalaça, publicado em 1994)
Antonio Olinto, em 2001, publicou a sua belíssima trilogia Alma da África
Plínio Cabral – O mistério dos desaparecidos
Milton Hatoum - Relato de um Certo Oriente
Levi Bucalem Ferrari - O sequestro do senhor empresário
Raduan Nassar – Lavoura Arcaica
Antonio Torres – Pelo fundo da agulha
Luiz Vilela – Bóris e Dóris;
Jeanette Rozsas – Qual é mesmo o caminho de Swan?
Heloisa Nunes – Amor e desejo
Adriana Lisboa – Sinfonia em branco

Quero me deter em um romance, pelas suas características inovadoras para a época. É Galvez, Imperador do Acre (1975), do amazonense Márcio Souza. Possivelmente, o bom humor de Márcio Souza influenciou Max Mallmann, romancista gaúcho contemporâneo que escreveu Confissão de Minotauro e O Centésimo em Roma.

Pois Márcio Souza, em Galvez, o imperador do Acre, redefiniu as fronteiras do romance histórico brasileiro. Quem diz isto, num artigo bastante consistente, é Carlos Alexandre Baumgarten, professor de Teoria da Literatura na Fundação Universidade Federal do Rio Grande, RS. O artigo se chama O novo romance histórico brasileiro, e foi publicado na Revista Via Atlântica, da USP - Universidade de São Paulo. Vou resumir a análise.

Galvez é um livro metaficcional. Fala da anexação do território do Acre pelo Brasil, na virada do século XIX, uma verdade histórica. Mas, simultaneamente, desenvolve ampla reflexão sobre o processo literário nacional, principalmente por causa das referências à Semana de Arte Moderna de 1922.

Galvez é um livro burlesco. É cômico, ao gosto da narrativa de folhetim. Mas rompe com a narrativa tradicional de folhetim ao eliminar dois de seus principais traços: a linearidade temporal, por um lado, e o suspense, de outro. E elimina o suspense porque criou um narrador intrometido que aparece, de tempos em tempos, antecipando o desfecho dos acontecimentos.

Galvez é um livro paródico. Não é possível determinar exatamente a verdade histórica, por causa dos exageros e anacronismos.

O personagem é um pícaro.

A narrativa é fragmentária.

A forma é carnavalizante, com a profanação de ritos católicos.

E a natureza é intertextual – há um mosaico de citações; podemos encontrar Leonardo, de Memórias de um Sargento de Milícias, aquele que nasceu de uma pisadela e de um beliscão; podemos encontrar João Miramar, de Oswald de Andrade, e podemos encontrar até Cervantes.

Aí está o que diz o professor Baumgarten: O novo romance histórico contemporâneo vale-se do factual, mas reconta a história do Brasil pelo viés da ficção.

O estatuto dos discursos factual e ficcional desse novo romance histórico trabalha com quatro suportes: a identidade nacional, o papel do intelectual e do escritor, a voz feminina e a voz dos marginalizados. Bakhtin e Roland Barthes falaram sobre essa relação entre tempo, contexto social e discurso. E Paul Ricoeur fala do quase-personagem, do quase-acontecimento e do quase-enredo.

Para reforçar, vamos lembrar Michel Foucault: toda experiência já supõe relações de saber e relações de poder.

Há quatro questões que podem ser postas em relação a esse saber e a esse poder, na produção literária contemporânea brasileira.

- Primeira questão: não há documento cultural que não seja ao mesmo tempo um registro de barbárie (citando diretamente o crítico alemão Walter Benjamin). Pode-se citar, como exemplo, Luiz Rufatto, com o romance Eles Eram Muitos Cavalos, de 2001.

- Segunda questão: é no movimento feminino que a ação cultural e a ação política se unem mais estreitamente (a ação política, segundo Paulo Freire, é a subversão das relações de poder entre opressores e oprimidos). Um bom exemplo disso está em Lygia Fagundes Telles, em dois romances: As horas nuas e As meninas. E também Clarice Lispector, em A Hora da Estrela. São duas criadoras da nova narrativa, segundo Antonio Candido.

- Terceira questão: há um movimento impetuoso na produção de literatura da classe operária, em duas vertentes: a) uma literatura de denúncia e/ou mobilização (especialmente a urbana, com Alcântara Machado, Jorge Amado, Wander Pirolli, João Antônio, Marcos Rey e muitos outros. E b) livros de auto-ajuda. Minha tese: se o romantismo é o gênero típico da burguesia, a auto-ajuda é o gênero típico de uma classe emergente – uma classe que passou a receber mais dinheiro nos últimos anos, mas que ainda não se qualificou do ponto de vista educacional, e que por isso consome uma literatura superficial e de pouca complexidade.

- Quarta questão: a indústria da cultura leva grande parte dos críticos literários a cultivar a sensibilidade de uma minoria. Isto está também posto em meu livro Imprensa Poder e Crítica.

Na análise do conjunto dessas questões está implícita a indagação sobre o que aconteceria com Guimarães Rosa se as suas obras fossem submetidas a um formalismo crítico, fechado à história e cheio de verdades eternas.

Em suma: a crítica pode promover a redenção de um autor, ou promover a morte da literatura.

Quero lembrar o crítico inglês Terry Eagleton, que compôs esta alegoria: “Nós sabemos que o leão é mais forte que o domador, que também sabe disso. O problema é que o leão não sabe. Não é de todo impossível que a morte da literatura ajude o leão a acordar.”





BIBLIOGRAFIA
ALSINA, Miguel Rodrígo. La construción de la notícia. Barcelona: Paidós, 1996.
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Fonte: União Brasileira de Escritores
http://www.ube.org.br/espaco-do-autor-detalhe.asp?ID=215