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segunda-feira, 22 de novembro de 2010

Höchst und Brasilien wachsen zusammen

Journalisten, Kulturschaffende und Politiker aus Brasilien kommen zum Filmfestival nach Höchst.

Höchst. Was haben Höchst und Brasilien gemeinsam? Beide starten durch, und langsam wird ihre Bedeutung auch außerhalb der eigenen Grenzen neu wahrgenommen, könnte eine Antwort auf die nicht ganz ernstgemeinte Frage sein. Denn natürlich lässt sich der Stadtteil im Westen Frankfurts nicht mit der südamerikanischen Wirtschaftsmacht vergleichen. Um so erstaunlicher ist es, welchen Aufwand die Brasilianer betreiben, um das dritte brasilianische Filmfestival zu einem Erfolg werden zu lassen.


Dass es nun ausgerechnet Höchst mit seinem kleinen aber feinen Filmforum ist, in dem die Filme gezeigt werden, kommt nicht von ungefähr. Seit Jahrzehnten arbeiten Klaus-Peter Roth und sein Team daran, dem lateinamerikanischen Kino ein Forum zu bieten.

Mit der brasilianischen Filmbranche ist jetzt ein potenter, möglicherweise bald international agierender Akteur auf der Bühne erschienen. So geht es bei dem Filmfestival, das am morgigen Donnerstag um 18.30 Uhr offiziell mit einem Umtrunk eröffnet wird, nicht nur um die Präsentation interessanter Filme, sondern auch um das Anberaumen neuer Kontakte. Regisseure, Produzenten, Drehbuchautoren und kulturpolitische Vertreter Brasiliens werden sich in der Festival-Lounge einfinden.

Der Eröffnungsfilm «Praça Saens Peña» (Donnerstag, 11. November, 19 Uhr) erzählt die Geschichte von Paolo, einem Gymnasiallehrer, und seiner Frau Teresa, der Geschäftsführerin einer Imbissbude. Wirtschaftlich scheint es bergauf zu gehen, als Paolo ein Buch über das Stadtviertel Tijuca schreiben soll. Doch dann führt dieses Projekt zu einer familiären Krise. Die Produzentin Gisela Camara ist anwesend.

Am Freitag, 12. November, wird es experimentell: Von 20.30 Uhr an wird der Film «A falta que nos move – Die Abwesenheit, die uns bewegt» gezeigt. Die fünf Schauspieler haben ihre Regieanweisungen während des Drehens nur per SMS bekommen. Erzählt wird die Geschichte von fünf Freunden, ihr Verhältnis zu 20 Jahren Militärdiktatur. Erinnerungen kommen an die Oberfläche. Fiktion und Realität verbinden sich. . .

Von Freitag bis Dienstag stehen täglich zwei Vorführungen auf dem Programm: Die frühe Vorführung beginnt um 18.30 Uhr, die späte um 20 Uhr. Am Mittwoch, 17. November, geht das Festival mit dem Film «Olhos azuis», Beginn 20 Uhr, zu Ende.

Fonte: Artikel vom 10. November 2010, 03.22 Uhr (letzte Änderung 10. November 2010, 05.01 Uhr)

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